Die Global Money Week will junge Menschen auf der ganzen Welt für Finanzbildungsthemen begeistern – OECD-Kampagne findet bereits zum 14. Mal statt – Der FPSB Deutschland beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Aktionswoche
Dass es um die finanzielle Allgemeinbildung der Menschen hierzulande nicht gut bestellt ist, verdeutlichen Studien immer wieder. Das gilt insbesondere für die jüngere Generation. „Ohne Frage haben wir in Deutschland gerade auch bei jungen Menschen einen erheblichen Nachholbedarf, wenn es um den Umgang mit Geld und die finanzielle Vorsorge geht“, bestätigt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland, aus seiner Beratungspraxis.
Und Finanzwissen ist viel mehr als nur Kenntnis über Konten und Kredite. Es geht vor allem auch um die Befähigung, an der richtigen Stelle die richtigen Fragen zu stellen. Genau hier setzt die Global Money Week an, die in diesem Jahr vom 16. bis zum 22. März stattfindet. Die jährliche globale Kampagne soll junge Menschen dabei unterstützen, finanzielles Bewusstsein zu entwickeln sowie Wissen, Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen zu erwerben, um fundierte finanzielle Entscheidungen treffen zu können.
Wir sehen derzeit eine Vielzahl von Veränderungen in der Welt – Maximilian Kleyboldt, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland), hat daraus zehn Trends identifiziert, die das Private Banking maßgeblich beeinflussen und erläutert, welche Herausforderungen damit einhergehen
Die Welt ist im Umbruch. Politisch, wirtschaftlich, aber auch in gesellschaftlicher Hinsicht. „Und daraus ergeben sich eine ganze Reihe von Entwicklungen, die auch das Private Banking betreffen“, stellt Maximilian Kleyboldt, CFP®, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) und Direktor im Wealth Planning bei der Bethmann Bank, fest. Im Folgenden hat er zehn zentrale Trends zusammengefasst, die das Private Banking und das Wealth Management transformieren:
Der Markt für digital erstellbare Vorsorgevollmachten wächst rasant. Eine Studie des FPSB Deutschland zeigt, dass der erleichterte und kostengünstige Zugang zu Rechtsthemen mit teils erheblichen Qualitätsrisiken verbunden ist. Die Analyse macht deutliche Unterschiede sichtbar: Nur ein Anbieter erfüllt hohe Anforderungen an individuelle Gestaltung, vier Angebote bleiben deutlich dahinter zurück.
Immer wieder kommt es vor, dass jemand aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen. Vorsorgevollmachten sind deshalb ein unverzichtbares Instrument, um sich persönlich für diesen Fall abzusichern. Denn der Bevollmächtigte entscheidet im Ernstfall über medizinisch lebenswichtige oder finanziell existentielle Fragen. „Ohne Frage ist das ein hoch relevantes Thema“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, CFP®, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Schließlich sind hierzulande im Zentralen Vorsorgeregister rund 6,5 Millionen Vollmachten erfasst, zudem gibt es Millionen weiterer privatschriftlicher Dokumente.“
Der Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025 lenkt den Blick auf ein oft unterschätztes Risiko: Schließfächer können im Erbfall erhebliche steuerliche und rechtliche Probleme verursachen – insbesondere dann, wenn die Herkunft der darin verwahrten Vermögenswerte nicht eindeutig dokumentiert ist.
Der spektakuläre Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025, bei dem Tausende Schließfächer aufgebrochen wurden, hat viele Bankkunden verunsichert. Doch während die meisten sich um Versicherungsschutz und Schadenersatz sorgen, übersehen sie ein grundsätzliches Problem, das unabhängig von Einbrüchen besteht: Schließfächer können im Erbfall zur erheblichen steuerlichen und rechtlichen Belastung werden.
Grundsätzlich regelt § 1922 Abs. 1 BGB, dass mit dem Tod einer Person deren Vermögen als Ganzes auf den oder die Erben übergeht. „Dies umfasst auch den Inhalt von Schließfächern, unabhängig davon, ob dieser aus Bargeld, Wertpapieren oder sonstigen Gegenständen besteht“, erläutert Maximilian Kleyboldt, CFP®, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland).
Das Private Banking sieht sich derzeit unter anderem erhöhtem Wettbewerbsdruck, sinkenden Margen und steigenden Kosten gegenüber – Gleichzeitig werden vermögende Kunden kritischer, während die Nachfrage nach Transparenz und Sicherheit steigt – Anbieter müssen in diesem Umfeld ihr Geschäftsfeld neu definieren, um im Wettbewerb weiter bestehen zu können
Selten waren Wirtschaft und Gesellschaft von so vielen Veränderungen und Entwicklungen geprägt wie derzeit. Dazu gehören die Neuausrichtung des Rentensystems in Folge der demografischen Entwicklung, Themen wie Klimaschutz und Energiepolitik, aber auch die zunehmende Regulatorik, der Fachkräftemangel sowie die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Investments. „Und nicht zu vergessen, dass über all dem der Trend der Digitalisierung steht, der neue Wettbewerber in allen Bereichen hervorbringt und bei den etablierten Banken immense Investitionen notwendig macht“, sagt Maximilian Kleyboldt, CFP®, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland).
Stiftungsfonds können sich nicht nur für Stiftungen eignen, sondern auch für private Anleger – Doch die Produktkategorie ist hinsichtlich Anlagestil sowie Asset-Klassen-Auswahl und -Gewichtung sehr heterogen – Professionelle Unterstützung bei der Fondsauswahl ist deshalb empfehlenswert
Eine ausgewogene Asset Allokation, mindestens Kapitalerhalt und regelmäßige Ausschüttungen: Das sind typische Merkmale von Stiftungsfonds. Entstanden sind diese Investmentlösungen ursprünglich, weil vor allem kleinere Stiftungen sich keine individuelle Verwaltung des Stiftungsvermögens leisten können. Die ausschüttenden Fonds waren und sind somit eine standardisierte Antwort auf die Bedürfnisse der Stiftungen. Denn immerhin rund ein Drittel der mittlerweile mehr als 25.000 Stiftungen hierzulande verfügen über ein Vermögen von weniger als 100.000 Euro.
Fehlende Ausbildungszeiten, Jobwechsel oder Auslandsaufenthalte führen oft zu Lücken in der gesetzlichen Rente – Der FPSB Deutschland erklärt, warum die Kontenklärung bares Geld wert ist und wie Versicherte jetzt handeln sollten
Die gesetzliche Rente bildet für die meisten Menschen die Basis ihrer Altersvorsorge. Doch ein fehlendes Jahr in der Ausbildung oder ein vergessener Jobwechsel kann die monatliche Rente im Ruhestand unter Umständen schmälern. Tatsächlich wissen viele Versicherte nicht, ob ihr Rentenkonto vollständig ist. „Die Klärung des Rentenkontos ist ein häufig unterschätzter, aber enorm wichtiger Baustein der Altersvorsorge“, erklärt Marcel Reyers, CFP® , stellvertretender Vorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Wer sein Rentenkonto nicht rechtzeitig prüfen und vervollständigen lässt, verschenkt unter Umständen mehrere Hundert Euro Rente pro Jahr.“
Neuer Qualitätsschub für die ganzheitliche Finanzplanung in Deutschland – FPSB Deutschland vergibt erneut zahlreiche international etablierte Zertifikate – Sie gelten als wichtiges Gütesiegel für qualitativ hochwertige Finanzplanung
Erneut haben sich viele Finanzplaner hierzulande dazu entschlossen, eine weitere Stufe in ihrer beruflichen Qualifikation zu nehmen: eine Zertifizierung durch das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Im Rahmen einer Feierstunde in Frankfurt hat der FPSB Deutschland am Freitag insgesamt 161 neue Zertifizierungen vergeben.
Damit wächst kontinuierlich die Zahl hochqualifizierter Finanzplaner, die die Bürgerinnen und Bürger bei ihrer privaten Finanzplanung professionell unterstützen können. „Ganzheitliche Finanzplanung berücksichtigt alle Lebensbereiche – von der Altersvorsorge über Immobilienfinanzierung bis hin zur Nachfolgeplanung", erklärt Tilmes. „Genau diese umfassende Betrachtung brauchen die Menschen in unsicheren Zeiten."
Selten war das Marktumfeld von so vielen Unsicherheiten geprägt wie aktuell – Nicht investiert zu sein, ist jedoch nicht die Lösung – Wie Anleger ein resilientes Portfolio aufstellen, mit dem sie durch schwierige Marktphasen kommen
Es sind bewegte Zeiten. Noch nie war die Unsicherheit, abzulesen am Economic Policy Uncertainty Index, so hoch wie im vergangenen Jahr. Und tatsächlich sehen sich Anleger einer Vielzahl an Herausforderungen gegenüber. „Dazu zählen geopolitische Krisen, insbesondere der anhaltende Ukrainekrieg, oder die steigende Staatsverschuldung, wobei auch eine mangelnde Konsolidierung der Staatsfinanzen festzustellen ist“, sagt Maximilian Kleyboldt, CFP®, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Außerdem haben wir es mit der Transformation der Weltordnung mit schnell fortschreitenden, tiefgreifenden und oft unerwarteten Veränderungen in der Wirtschaft und der Gesellschaft durch die rasant zunehmende Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz zu tun.“ Und nicht zu vergessen die nächste Phase der Deglobalisierung, beschleunigt durch die neue Handelspolitik der USA, der zunehmende Bedeutungsverlust des US-Dollars oder die erhöhte Volatilität am Kapitalmarkt in Folge vermehrter extremer Ereignisse.
Der FPSB Deutschland begrüßt die von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigten grundlegenden Reformen der Sozialsysteme – Finanzielle Eigenverantwortung ist Fundament für Deutschlands Zukunft – Zugleich müsse jedoch die private Finanzplanung stärker gefördert und in den politischen Fokus gerückt werden – Verband formuliert vier konkrete Forderungen an die Politik
„Wir werden 2026 grundlegende Reformen beschließen müssen, damit unsere Sozialsysteme auf Dauer finanzierbar bleiben.“ Das sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Neujahrsansprache und bekommt dafür vom Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) uneingeschränkte Zustimmung. „Bundeskanzler Merz hat zu Recht darauf hingewiesen, dass unser Sozialstaat vor grundlegenden Herausforderungen steht", sagt Rolf Tilmes, Vorsitzender des FPSB Deutschland.
„Die demografische Entwicklung und die Finanzierbarkeit unserer Sozialsysteme machen es unumgänglich, dass Verbraucher ihre Altersvorsorge eigenverantwortlich aufbauen“, führt Tilmes weiter aus. Dafür brauche es jedoch, so mahnt der FPSB-Vorsitzende an, die richtigen Rahmenbedingungen und professionelle Unterstützung. Die angekündigten Reformen seien eine Chance, das Thema private Finanzplanung endlich mit der notwendigen Priorität zu behandeln. „Finanzplanung ist Lebensplanung", betont Tilmes. „Wer heute nicht vorsorgt, wird morgen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen stehen."